Montag, 17. November 2008

Er kommt... langsam aber sicher!!! Unaufhaltsam wie ein Hurricane...

...der Endspurt.

Und der ist geprägt von intensiver(er) Zeitnutzung, wie an der wieder nachlassenden Postfrequenz unschwer zu merken ist. Neben der Vorbereitung auf zwei Interviews, die ich diese Woche für mein Projekt durchführen werde (Gott stehe mir bei. ...klingt das jetzt zu amerikanisch???), bin ich parallel dabei Bewerbungen für ein Praktikum im Frühjahr zuhause zu schreiben, einen online-Kurs an der Uni-Heidelberg zu belegen und meinen langsam nahenden Rückzug in heimische Gefilde, samt Fahrradtransport und 6-tägigem New York-Aufenthalt zu planen. Außerdem arbeiten Uli und ich noch an einer kleinen Sketch-Einlage, die wir als "deutscher Sidekick" auf der Semester-Abschlussfeier unseres Departments am kommenden Freitag darbieten wollen.

Es ist also so, wie es in jedem guten Studentenleben zu sein hat: die Anfangszeit genießen und am Ende richtig reinhauen. Oder wer möchte da widersprechen? ;-)

Was ist diese Woche sonst so passiert? Kann ich Euch sagen: Das erste Play-Off Spiel von "Bend it like Bendor" stand auf dem Plan! Es ging auch hier los mit dem Endspurt. Seit letztem Mittwoch sind alle Spiele in der Fußball-Freiziet-Liga nämlich KO-Spiele: wer gewinnt kommt eine Runde weiter, bis zum Titel. Und es ging für uns auch gleich richtig in die Vollen. Es war ein harter Kampf um jeden Zentimeter Raum auf dem Feld, jeder Zweikampf wurde mit harten Bandagen begangen. Mit einem grandiosen 4:0 Sieg endete letztlich das Spiel. Unsere Gegner haben mehr als blass ausgesehen gegenüber unserem großartigem Team...

...als wir trotz 4 kassierter Tore wie die Sieger gefeiert haben :-) Die Saison ist damit zuende, die spaßige Erinnerung an einen tollen Teamgeist bleiben!

Der Rest ist schnell erzählt: Freitag war mal wieder "Contra Dance" der Spitzenklasse angesagt, Samstag der neue "James Bond" (wer ihn noch nicht gesehen hat: es gibt diesmal Verfolgungsjagden!!!) und am heutigen Sonntag mal wieder Brunch im Weave (die trendige Abkürzung für den allgegenwärtigen "Weaver Street Market") und das abendliche Konzert von Ulis Chor. Es war wirklich schön, hätte nicht gedacht, dass es mir so gut gefallen würde. Ich würde mich jetzt nicht wirklich als Auskenner in Sachen klassische Musik bezeichnen, aber die Darbietung der UNC Chamber Singers und des Carolina Choir waren eine wunderbare Werbung dafür!

Es sei an dieser Stelle dazu aufgerufen, KLEINERE Wünsche aus dem Land der (fast) unbegrenzten Möglichkeiten (in letzter Zeit bekomm ich mein Bier nur noch gegen Vorlage meines Passes, weiß auch nicht, was das soll) zu äußern. Wer also unbedingt amerikansiche Kaugummis brauch, oder einen Obama-Button, oder noch eine Postkarte aus NY haben möchte: jetzt besteht noch die Chance dazu :)

Soweit der neueste Stand aus dem doch langsam recht kühlen North Carolina.

Sonntag, 9. November 2008

American Football

Am Samstag habe ich das erste mal Gelegenheit gehabt, die "Tar Heels" in Aktion zu erleben. Gegen die Georgia Tech "Yellow Jackest" ging es vor ausverkauftem Haus um eine gute Position zum Erreichen der Finalrunde der Ostküsten-College Meisterschaften. Wie schrieb es eine Kommilitonin so passend: "Wespen (yellow jackets) können stechen, aber Teerhacken (tarheels) können sie einfach zerquetschen!" Und genau das wollte unser Team auch machen.
Nachdem die Blaskapelle ihre Fieldshow (sehr beeindruckend!) präsentiert hatte, ging es in die Vollen. Bodychecks, die einem durch Mark und Bein gehen, gepaart mit trickreichen Täuschungsmanövern und immer neu auf den Spielverlauf angepassten Strategien machten das ganze sehr unterhaltsam. Die Cheerleader trugen natürlich auch einen kleinen Teil dazu bei die Menge auzuheizen, was auch ganz gut gelang. Nach 2 Vierteln stand es bereits 14 zu 0 für uns, was für ausgelassene Stimmung bei uns und schweigsame Momente bei den gegnerischen Fans sorgte. Das überaus sonnige Wetter, bei dem man schon nochmal ins Schwitzen kam in der direkten Sonne, trug einen weiteren Teil zur Stimmung bei. Ich hätte mir wohl kein besseres Spiel aussuchen können, um all die schönen Dinge, die so ein Footballnachmittag bieten kann, zu erleben. Zum Schluss ist ein ungefährdeter 28:7 Sieg heraugesprungen, der mit einem gebührenden Feuerwerk besiegelt wurde.
Die Ausgangsthese meiner Kommilitonin wurde also damit bestätigt, womit wir wieder bei der Wissenschaft wären... ;-)

Donnerstag, 6. November 2008

Ami-Trockner sind besser

Heute ist es mir aufgefallen! Ami-Trockner sind besser. Ich hatte Anfang der Woche Wäsche gewaschen, was dank der Waschmaschinen-Trockner-Kombi hier nur ne Stunde dauert, hatte die Wäsche dann aber im Trockner vergessen. Heut hab ich sie rausgeholt und da ist es mir wie Schuppen von dan Augen gefallen: Ich bin jetzt seit 3 Monaten hier und hab schon einige Ladungen getrocknet. Aber unglaublicherweise sind noch alle Socken da!!!

Mittwoch, 5. November 2008

Wahlparty

So sieht es aus, wenn Amis sich am Tag der Wahl zum gemeinsamen Warten auf die Ergebnisse verabreden. Der Sekt wird kaltgestellt, Kekse gebacken und alle tragen so viele T-Shirts, Buttons und Caps von ihrem gemeinsamen Kandidaten, wie es geht. Dann bekommt jeder eine Karte mit den Umrissen aller 50 Bundesstaaten und nach jeder Verkündung des vorläufigen Ergebnisses im jeweiligen Staat wird dieser dann entweder rot oder blau eingefärbt... so kann man immer kontollieren, ob auch alles mit rechten Dingen zugeht ;-) Nach und nach, über einen Zeitraum von 3 Stunden, wurden die Staaten dann also im Fernsehen verkündet, was mit "YEEEEAAAHHH" Rufen bzw. respektive "OOOOOOOOOOOHHH" Rufen quittiert wurde. Als es dann endlich soweit war und Obama nicht mehr einzuholen war, ging die Post ab. Musik rauf, Sekt und Schnaps raus, und feiern!!! Man stelle sich vor, wir Deutschen täten sowas zur Bundestagswahl, jeder in seinem Steinmeier- oder Merkeloutfit! Das wär doch was ;-)

Change.

... Wandel!

Die Zukunft der USA!

Die Zukunft des Landes, welches noch immer den größten Einfluss hat auf die Weltgemeinschaft.

Einfluss auf das Leben aller US-Bürger, aller Nord- und Südamerikaner, aller Europäer, aller Asiaten, aller Afrikaner... aller Menschen dieser Welt.

Das Land, welches für manch einen viel Leid gebracht hat ...aber auch viel Leid gelitten hat.

11. September, Irak-Krieg, Kyoto-Verweigerer, Vertrauensverlust, Wirtschaftskrise...

Es gibt Hoffnung.

Es gibt Zukunft.

Yes.

We can!



Montag, 3. November 2008

Endlich!

Heute gibts das erste mal wieder Rotkohl! Meine Eltern hatten mir zu ihrem Besuch Spreewälder Apfelrotkohl mitgebracht, der Feinschmecker weiß, dass dies auf der Zunge nur so zergeht! Dazu Schnitzel und Kroketten, so richtig wie zuhause. Wie ich das vermisst habe...

++QUIZ+++++QUIZ+++++QUIZ+++++QUIZ+++++QUIZ+++

War es die Vorfreude auf die Wahlen oder doch die Ablenkung durch den erneuten Erfolg Hoffenheims in der Bundesliga? Die Quizbeteiligung war dieses mal mehr als dürftig, nur drei (richtige) Antworten. Dabei waren mal wieder gute Augen gefragt:

-im oberen linkeren Viertel ist ein länglicher Schatten zu erkennen, offensichtlich von einem Turm
-die Stadt liegt am Wasser, welches sich links am Bildrand befindet

Fleißige Blogleser wissen natürlich, dass es sich hierbei nur um Seattle handeln kann, welches sich mit seiner "Space Needle" und seiner Lage am Pazifik auszeichnet. Und das ansässige NFL-Team, die "Seahawks", beinhalten genau 3 Vokale. Herzlichen Glückwunsch an Spieß, zur Belohnung ein Hall of Fame Eintrag an der Seite und als erster eine Mail mit den vorläufigen Ergebnissen der Wahl Dienstagnacht ;-)

Die nächste Quizfrage ist eine Schätzfrage, bei derjenige gewinnt, der am nächsten an der richtigen Antwort liegt:

Wiviel Umsatz mit Süßigkeiten wird in den USA jährlich an Halloween gemacht?